Liebe ist unbestritten das höchste aller Gefühle und gilt zurecht als das kosmische Urprinzip. Gott sei Liebe, das behaupten nicht nur religiöse Menschen. Die Schöpfung oder - wer es kosmologischer mag - der Urknall ist pures Wunderwerk einer liebenden Supraintelligenz. Ohne Liebe gäbe es das Leben und uns nicht bzw. es wäre sehr trist. Und Liebe, dieses erhabenste Gefühl und diese unwiderstehlichste Anziehungskraft, die Menschen zu erfahren vermögen, kennen auch diejenigen, die einer Gottesvorstellung abhold sind. Wer innig liebt und geliebt wird, fühlt sich buchstäblich im (siebten) Himmel. Wer dagegen wen oder was auch immer nicht ausstehen kann oder gar hasst, fühlt sich alles andere als himmlisch. Liebe wird von glückselig-verzückten Mienen, Hass von grimmigen oder wutverzerrten Gesichtszügen begleitet. Liebe weitet, entspannt, vereinigt – Abneigung verengt, verkrampft, schottet ab.

In den Bildmedien, der heutigen Vorbildinstanz, wird Liebe mit Sexualität gleichgesetzt, d. h. auf Kuss- und Bettszenen beschränkt. Die Darstellung der Liebe als friedensstiftende Nächstenliebe bleibt im Grunde außen vor. Stattdessen wimmelt das Fernsehprogramm von Krimis, Dramen und Horrorfilmen. Motto: Gewalt statt Liebe. Wie soll da die Welt besser bzw. friedvoller werden?  

Es gibt nicht nur einen, sondern (mindestens) vier Liebesstile:

a)     Eros (das sinnliche Vergnügen, die sexuelle Anziehung). Platon bezeichnete mit Eros die Wertschätzung der inneren Schönheit eines Menschen, durch die wir unsere Bewunderung für die Schönheit an sich ausdrücken.

b)     Philia (Liebe/Zuneigung, die wir für Freunde und entferntere Familienangehörige empfinden).

c)     Agape (bedingungslose Liebe zu allem, Nächstenliebe).

d)     Storge (Liebe zu unseren Kindern, aber auch zum Beispiel Heimatliebe).

Liebe wird auf zwei Arten hervorgerufen:

a)     Intuitiv (die von Natur aus empfundene Liebe, die nichts mit dem Verstand oder Nachdenken zu tun hat, Liebe auf den ersten Blick).

b)     Kognitiv (bedingungslose Liebe, Nächstenliebe). 

Eros, der in der westlichen Gesellschaft höchstrangige Liebesstil ist gekennzeichnet durch

·       große emotionale Bindung

·       starke körperliche und sexuelle Anziehung

·       Leidenschaft und einen hohen Stellenwert von Zärtlichkeit und Erotik

·       intensives Empfinden in der Gegenwart des anderen, Sehnsucht nach dessen Nähe

·       das Gefühl der Verschmelzung bzw. die Sehnsucht nach diesem Gefühl

Eros entspricht der romantischen Liebe. Bei ihm handelt es sich um den meistbegehrten Liebesstil. Das Charakteristikum der erotischen/romantischen Liebe stellt deren hochgradige Emotionalität dar. Die Problematik dieses Liebesstils besteht darin, im Zeitverlauf üblicherweise an Intensität zu verlieren. Die tiefe Verliebtheit, die für die Anfangszeit einer erotischen bzw. romantischen Liebe typisch ist, währt im Durchschnitt lediglich drei Jahre. Nur wenn Eros in einen »höheren« Liebesstil integriert wird, kann er von Dauer sein. Er ist sehr emotional und führt daher bei Beziehungskrisen oder gar Trennung zu leidvollen Empfindungen.

In unseren ImpulsAbenden, Workshops und Mentorings zum Thema Liebesmeisterei beleuchten wir wesentliche Aspekte rund um das Thema »Partnerschaft« und geben Anregungen zur Optimierung (Meisterung) von privaten und beruflichen Beziehungen. Neben einer Liebesbeziehung umfasst der Begriff »Partnerschaft« auch andere Formen der partnerschaftlichen Gemeinschaft wie Freundschaft und Kollegialität (auch über Hierarchien hinweg). Die Partnerschaft im 21. Jahrhundert ist davon geprägt, dass Beziehung und Kommunikation zunehmend nicht mehr nur über persönlichen Face-to-face-Kontakt stattfinden. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen für das Miteinander. Du erfährst, welche das sind und wie du ihnen erfolgreich begegnen kannst.

Drei thematische Inspirationen:

„Liebe ist das Einzige [wunderbare], was wächst, wenn wir es verschwenden.“ Ricarda Huch (Klammerausdruck von mir hinzugefügt)

"Eine zwischenmenschliche Beziehung arbeitet nicht für dich, du musst für sie arbeiten." Peter E. Schuhmacher

"Balance der Partnerschaft: vom anderen nicht mehr verlangen als von sich selbst." Henriette Wilhelmine Hanke

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Für alle, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen.